Servus Gino!

 

 

 

          

April 1989 - 13.07.2006

 

Mein Spätzchen!

Erst einmal möchte ich mich bei dir entschuldigen, dass ich einfach so über dein Ableben entschieden habe. Leider musste ich diese Entscheidung treffen, da es dir immer schlechter ging.

 

Schon eine Woche vorher hast du keinen Appetit mehr gehabt und das gab mir sofort Anlass zur Sorge, da deine Nierenwerte schon seit langer Zeit nicht in Ordnung waren. Mit Infusionen, Medikamenten und jeder Menge Liebe von mir und Smokey hast du aber lange Zeit gut damit gelebt und, da ich dich sehr gut kannte, weiß ich auch heute noch, dass es dir wirklich nicht schlecht ging. Das war aber nach deinem Appetitverlust nicht mehr der Fall. Das einzige was dir noch schmeckte war in Butter gedünstete Kalbsleber und Putenschinken. Deine Tierärztin meinte, dass du das dann auch haben sollst. Am 13. Juli 2006 um 3.20 Uhr bist du dann über die "Regenbogenbrücke" gegangen. Am 12. Juli Nachmittag sah ich dich auf dem Balkon auf der Liege und du atmetest mit offenem Mäulchen wobei sich dein Körper schnell auf und ab senkte. Ich erschrak und habe dich sofort zu unserer Tierärztin gebracht. Du hast laut protestiert und mir damit gesagt, dass du noch nicht bereit bist über die Regenbogenbrücke zu gehen. Bei der Tierärztin hast du dann all deine Kraft zusammengenommen um uns zu zeigen, dass es noch ein bisserl geht. Daheim hast du dann sogar noch ein wenig in Butter angebratene Kalbsleber gegessen! Doch in der Nacht hat sich dein Zustand leider verschlechtert. Ich habe die Tierrettung München angerufen. Eine sehr nette Not-Ärztin kam dann zu uns, die dich genau beobachtet und untersucht hat und zu dem Schluss kam, dass es keine Hilfe mehr für dich gibt. Sie hat mir die Entscheidung überlassen, jedoch viele Argumente angeführt und mir Anzeichen bei dir gezeigt, die mir bewusst machten, dass deine Krankheit dir jetzt sehr zusetzt und es keine Hoffnung mehr gibt. Zunächst wollte ich noch die paar Stunden warten, bis unsere Tierärztin wieder Sprechstunde hat. Dabei möchte noch erwähnen, dass deine Tierärztin mir ihre Privatnummer gegeben hat und ich auch sie nachts hätte anrufen können. Das fand ich sehr lieb von ihr. Ich habe mich in meiner großen Sorge um dich jedoch für die Tierrettung entschieden. Ich habe mich dann recht rasch entschieden, dass du daheim sterben darfst. In deiner gewohnten Umgebung, auf "Mamis" Schoß, auf deiner geliebten Couch. Und das war gut so. Im Nachhinein ist mir der Gedanke unerträglich, dass du noch ein paar Stunden hättest leiden und dann noch einmal in die Tasche und zum Tierarzt müssen! So habe ich mich mit dir auf die Couch gesetzt, dich fest im Arm gehalten und bin bis zuletzt ganz nah bei dir geblieben. Vorher habe ich dir noch "Vielen Dank lieber Gino für die schöne Zeit!" in dein Öhrchen geflüstert. Die Not-Tierärztin hat sich viel Zeit genommen, damit du in Ruhe hinüber gehen konntest. Ich habe dich dann noch ein paar Stunden daheim behalten und dich von der Tiertrauer München abholen lassen. Ich hatte dir doch immer was versprochen – und das wollte ich halten. Du weißt schon!

Gino vielen lieben Dank für dein Dasein. Du warst das liebevollste Kätzchen das man sich nur vorstellen kann. Ich wollte immer einen Schmuser haben. Du hast diese "Planstelle" voll und fast schon im Übermaß erfüllt. Nicht einmal hast du mich gekratzt oder gar gebissen. Ich durfte sogar dein Bauchi streicheln, kein Problem für dich. Du hast es genossen! Du hast so unendlich viel genossen und – wie es schon bei Püppi war – durftest du natürlich nicht alles haben. Immer nur ein bisschen davon, weil es sonst ungesund ist. Du lieber Kerl du, warst dein Leben lang nicht richtig gesund. Ständig hast du Magen-/Darm-Störungen gehabt! Jeder Tierarzt war begeistert dass du "so brav bist". Selbst Akupunkturnadeln hast du geduldig wirken lassen. Kein Wunder! Du hast dich in dein Schicksal ergeben und warst es ja gewohnt, immer wieder zum Tierarzt zu müssen. Viele Jahre hast du nur Diät bekommen. Vielleicht war das ja doch ein wenig gut, weil du immerhin stolze 17 Jahre alt geworden bist.

Auch du hast Verluste hinnehmen müssen. Bist zweimal mit mir umgezogen, hast deine Freundin Püppi verloren und freudig den kleinen Smokey in Empfang genommen und in dein großes Herz geschlossen. Als Smokey, noch klein und ungestüm, sich einmal in meinem Kopf festgebissen hatte (meine Haare rochen wohl so gut!), da hast du mich schreien hören und hast dich auf den kleinen Kater gestürzt, so dass er mich sofort los ließ.

Gino ich vermisse dich so sehr. Seit du nicht mehr da bist ist eine gewisse Leere da. Mit dir ging auch ein großer Teil Erinnerungen, da du Menschen gekannt hast, die mir viel bedeutet haben und leider auch nicht mehr leben.

Du warst mein kleiner, großer Liebling. Da kann nichts und niemand mehr was dran ändern. Machs gut Gino, Gini, Ginchen .... kleiner Mann, du warst der Größte!

 

 

 





 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gino ist wieder daheim (ich hatte es ja versprochen!):

Gino's Asche ist im Februar 2010 zusammen mit Smokey's Asche
im Tierheim München beerdigt worden.
Jetzt sind sie auch hier auf Erden wieder zusammen.

 

 


 

 
 

An mein Frauchen
 
Ich bin nicht tot,
ich tausche nur die Räume.
Ich lebe in dir und geh durch deine Träume.
Wenn du in den Himmel schaust
und dabei ein Sternchen klaust,
nimm es, drück es, denk an mich...
... denn das Sternchen, das bin ich!

 
 
 
 
 
 
Gino krabbelt in den Schreibtisch
 
 
 

 

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